Merz-Rede vor dem DGB
17.05.2026 –
Eine Randnotiz von Peter Kern
Bundeskanzler Merz hat die Gewerkschaften dazu aufgerufen, an den dringenden Reformen in Deutschland mitzuwirken.
Den Sozialstaat zukunftsfähig machen
Am 12. Mai 2026 um 9 Uhr morgens hielt Bundeskanzler Merz vor dem 23. Bundeskongresses des Deutschen Gewerkschaftsbundes eine Rede, die zu dringenden Reformen aufrufen sollte. Er erhielt mehrheitlich Kritik dafür. Was sagt das Zeithoroskop dazu?
Das Horoskop der Rede von Merz

Die
Rede von Friedrich Merz beginnt mit dem Ascendenten im Zeichen Krebs. Es geht um Fürsorge, Mitgefühl oder schlicht das Volk dieser Volks-Wirtschaft.
Der zugehörige Mond steht im Zeichen Fische. Dort wirkt er orientierungslos steht er doch mit beiden Beinen tief im Wasser. Allmählich wird ess frisch, seine Knie schlottern schon. Dafür aber ist keine Zeit, denn im 10. Haus fordert die Wirtschaft vom Volk mehr: mehr Anstrengen, mehr arbeiten, mehr Zeit, mehr Einsatz.
Der Mond steht im Quadrat zur Venus in Haus 12. Das lenkt den Blick auf den versinkenden (H12) Wohlstand (Ve).
Direkt am Ascendenten steht der buntschillernde Jupiter im Krebs. Jupiter kommt aus Haus sechs. Das sechste Haus ist aus meiner Sicht der Versorgungsspeicher des Einzelnen oder für den Einzelnen. Das heißt, die Versorgung soll dem Volk - Ascendent Krebs - auferlegt werden. Es ist nicht zu erkennen, dass Politik und Wirtschaft dem Bürger dabei helfen wollen. Deshalb auch die wiederholte Kanzlerforderung nach mehr Arbeitsleistung der Mehrheit der Bürger. Er spricht nicht einziges Mal von mehr Leistung durch die Wirtschaft, Politik oder Beamtenschaft. Es ist kein offenes Spiel der Berliner Politik, sie hält gezinkte Karten in der Hinterhand.
Damit ist das Horoskop doch gut beschrieben.
Was leistet der Staat?
Kurz gesagt: Haus 10 in Fische - nichts.
Alle politischen Pläne versinken im chaotischen Nichts des Zeichens Fische.
Damit ist der Forderung an das Volk, mehr zu leisten und mit weniger zufrieden zu sein, eine Politik entgegen gesetzt, die die Hände in den Schoß legt, und gleichzeitig auf die üppigen Gaben der Bürgerschaft zu warten.
Die Politik in Form des Saturn hängt auch über einen Spiegelpunkt an dem sich auflösenden Wohlstand, angezeigt durch die Venus in Haus zwölf.
Wo bleiben die angesprochenen Reformen?
Reformen werden dem elften Haus zugeordnet. Hier ist es beschrieben durch das Zeichen Widder. Es muss ein Anfang stattfinden, und dieser Anfang muss konkret geschehen. Der zugehörige Mars steht direkt an der Spitze des elften Reformhauses. Es ist der Kampfruf zur Veränderung. Eingeschlossen in Haus elf ist das Zeichen Stier, die Gemeinschaft, die Absicherung, der Wohlstand. Im Stier steht die Sonne, die dem Zeichen einen erhöhten Wert zuschreibt, es geht um Wohlstand und Sicherheit.
Der Stier-Planet Venus aber versinkt in Haus 12, wie oben bereits zweimal erwähnt.
Nach dieser Rede ist keine Reform zu erwarten, es ist keine Verbesserung zu erwarten. Im besten Fall werden die Dinge vergessen und ausgesessen.
Wer hilft der untergehenden Venus?
Mond und Saturn werfen klare Aspekte auf die Venus. Es sind also das Volk UND Politik und Wirtschaft, die hier für den Zustand verantwortlich sind, und ihn vielleicht ändern können.
Venus ist ja auch etwas bequem, eingefähren, sozial-abhängig. Jeder Politiker, jeder Beamte ist sozial-abhängig, abhängig davon, dass die Arbeiter ihnen Geld bringen. Die Bürgergeldempfänger sind hierbei im Vergleich das allerkleinste Problem.
Zuviele hängen heute am Staats-Steuer-Tropf. Jeder Arzt, jeder Anwalt, Notar, Soz-Päd. - überall werden die Geldströme staatlich geregelt. Ein Arzt ist letztlich ein Beamter, denn der Staat teilt ihm über die Krankenkassen Geld zu, genauso wie einem Regierungsbeamten. Die Industrien erhalten Milliarden-Subventionen. Jeder Hausbesitzer mit einer Sonnenstromanlage erhält staatlich festgelegte Zuwendungen. Überall hängt dieser Staat dran und drin. Und wer mitspielt, hat es bislang gut, wer nicht mitmacht, braucht andere Verbindungen zum Erwerb seines Wohlstandes.
Der Aspekt
Venus-Saturn heißt bei mir:
Ohne Fleiß kein Preis.
Anstrengung ist also durchaus richtig, Herr Merz. Diese aber muss von oben, vom Saturn her, vorgelebt werden. Und es ist an keiner Stelle eine politische Anstrengung zu erkennen. Das Volk soll mehr arbeiten, im gleichen Moment werden die Bezüge der Abgeordneten mal wieder erhöht. DAS ist KEINE Anstrengung, Herr Merz. Das ist kein Vorbild. Das ist schlichte Ausbeutung. Fangen Sie also an mit dem Maßhalten (Saturn), um das Vermögen (Venus) zu schönen und zu schützen. Setzen Sie sichtbare Anfänge zu Veränderungen mit dem Mars im Widder Spizte Haus elf! Und die Leute im Land werden Ihnen erleichtert folgen. So aber, mit Geldverschwendung an allen Seiten, macht man keinen Staat. Schon gar keinen Reformstaat.
Hier muss ich den Text beenden, sonst ist es keine kleine Randnotiz mehr.