KernAstro







Astrologie Lexikon
Alphabetische Suche:

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Z    

oder geben Sie hier Ihren Suchbegriff ein:



  3 Treffer enthalten Ihren Suchbegriff Pholus

Nessus

Nessus zählt wie Chiron und Pholus zu den Kleinplaneten.
Die Bahn von Nessus verläuft sehr elliptisch zwischen Saturn und Pluto. Sie schlägt zwischen den beiden Planeten eine Brücke. Nessus führt aus der geregelten Welt Saturns in plutonische Sphären.
Nessus Mythologie hat engen Bezug zu plutonischen Themen: aus Rache für die tödliche Verwundung seines Herzens durch Herakles' Giftpfeil verursacht er noch im Todeskampf durch eine gemeine List dem großen griechischen Helden später (sozusagen als Spätfolge) entsetzliche Schmerzen. Herakles merkt, dass sein Ende naht und opfert sich auf dem Scheiterhaufen. Dies führt schließlich zur Reinigung (vom irdischen Wahnsinn) und Himmelfahrt, Erlösung und Unsterblichkeit des Helden!
Neben Chiron und Pholos ist Nessos der dritte und letzte Kentaur, der mit einer tiefgründigen und berühmten Mythologie ausgestattet ist. Sie hat seit je her viele Künstler inspiriert.

Nessus ist neben den beiden vorher entdeckten Kentauren Chiron (1977) und Pholus (1992) der dritte benannte Kentaur. Bei den Kentauren handelt es sich um eine kleine Gruppe von derzeit sieben außergewöhnlichen Kleinplaneten: Sie sind weder herkömmliche Kometen, noch typische Asteroiden. Gleichzeitig besitzen sie teilweise Eigenschaften beider Klassen. Sie wandeln auf sehr unterschiedlichen und überwiegend besonders elliptischen Bahnen im äußeren Sonnensystem. Ihr Ursprung liegt höchstwahrscheinlich im Kuipergürtel jenseits der Neptun- und Plutobahn. Aus diesem wurden sie vor Jahrmillionen durch Neptun herausgerissen und in das Innere des Sonnensystems abgelenkt, wo sie dann im Lauf der Zeit die jetzigen Bahnen einnahmen. Sie berühren oder überkreuzen meistens die Bahnen der Hauptplaneten und haben dementsprechend lange Umlaufzeiten von 49 (Chiron), 92 (Pholus) und ca. 123 Jahren (Nessus).



siehe auch unter: Pholus

Pholus

Am 9. Januar 1992 wurde der Kleinplanet "1992 AD" entdeckt, dem man später den Namen Pholus gab.
Bei einer Umlaufszeit von 92 Jahren kreuzt er die Saturnbahn nach innen und überschreitet bei Sonnenferne sogar die Neptunbahn nach außen. Den Astronomen wirft er einige Rätsel auf, denn er ist weder den Asteroiden, noch den Kometen eindeutig zuzuordnen. Auch die Mythologie um Pholus ist rätselhaft: Als einziger gutmütiger und zivilisierter Kentaur neben Chiron, nimmt sein Leben ein merkwürdig abruptes Ende. Nach dem wilden Kentaurenkampf, in dem Herakles die meisten Kentauren mit seinen Giftpfeilen tötete und versehentlich auch Chiron unheilbar verwundete, zieht Pholus aus Faszination einen Pfeil aus einer Kentaurenleiche. Der Pfeil entgleitet ihm und tötet ihn unverzüglich.



Link ins Internet: Centaur Research Projekt

Planeten

Das Wort "Planet" kommt aus dem griechischen und bedeutet "Wanderer". Die Planeten unterscheiden sich dadurch von den Fixsternen, die an einem festen Ort am Himmel stehen, während die Planeten ihre Bahn zwischen den Fixsternen ziehen.
Planeten sind also die beweglichen Elemente am Himmel, und wurden wohl auch deshalb zu den grundlegenden Elementen der Astrologie. Sie geben ein Abbild des Fortschreitens im Horoskop wieder.

Bis zur Erfindung des Teleskopes waren nur die sieben klassischen Planeten bekannt. Diese sind:
Sonne und Mond (diese sind zwar keine Planeten - die Sonne ist ein Fixstern, der Mond ein Erdtrabant - bewegen sich aber aus geozentrischer Sicht, also von der Erde aus betrachtet, um uns herum).
Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.

In neuerer Zeit wurden weitere Planeten entdeckt, und in die astrologische Deutung mit einbezogen. Auch unter den neueren Planeten tummeln sich ein paar Kleinplaneten oder Asteroiden. Cheiron z.B. wird als Kleinplanet oder Asteroid klassifiziert.
Die wichtigsten der neuentdeckten Planeten aber sind:
Uranus, Neptun und Pluto.

Cheiron, Nessus und Pholus (Kentauren) zählen zu den jüngsten Entdeckungen, ihre Deutung steckt noch in den Anfängen.

In der ersten Hälfte des 20. Jh. fand Vesta ihren Weg in die astrologische Deutung. Da sie aber nicht weiter beachtet wurde, verschwand sie nach kurzer Zeit wieder aus dem Blickfeld der Astrologen. Dabei wäre Vesta wohl interessanter als z.B. die Kentauren, da sie ein Teil der Bruchstücke eines vermuteten Planeten zwischen der Bahn von Mars und Jupiter ist.