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Astrologie Lexikon
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Alterspunkt

Der sogenannte Alterspunkt ist ein Punkt im Horoskop, der sich durch den zeitlichen Durchlauf durch das Horoskop, beginnend am Ascendenten errechnet. Dieser Punkt wird vor allem in der "Huber-Schule" Alterspunkt genannt. Wolfgang Döbereiner nennt den Punkt "rhythmische Auslösung". Gemeint ist jeweils der selbe Punkt, der aber durch unterschiedliche Berechnungen zustande kommt.

Wie errechnet man den Alterspunkt?

Das Horoskop ist in die zwölf Häuser eingeteilt. Je nach Schulrichtung haben die Häuser eine unterschiedliche zeitliche Dauer. Der Hauptrhythmus (nach W. Döbereiner u. A.) beträgt 7 Jahre pro Haus mit dem Placidus-Häusersystem.
Man beginnt am Ascendenten mit 0 Jahren und geht im Uhrzeigersinn durch das Horoskop. Erreicht man die nächste Häuserspitze, also die Spitze von Haus 12, hat man das Alter von 7 Jahren erreicht. Die nächste Häuserspitze (Haus 11) erreicht man im Alter von 14 Jahren usw.
Um die Verwirrung noch etwas zu steigern: Man kann das Horoskop auch entgegen dem Uhrzeigersinn durchlaufen.
Und: Die sog. Huber-Schule verwendet nicht 7 Jahre pro Haus, sondern 6 Jahre unter Verwendung des Koch-Häusersystems, und zwar ausschließlich entgegen dem Uhrzeigersinn.

Interessant ist diese Technik aber in jedem Fall, da man durch diese rhythmische Auslösung errechnen kann, wann im Leben bestimmte Planeten altermäßig überlaufen werden, bzw. wann sich Planeten über die Tierkreiszeichen auslösen. Mehr dazu lesen Sie in der angegebenen Literatur nach.



siehe auch unter: Rhythmen

Apogäum

Mit Apogäum wird die Erdferne eines Planeten bezeichent.

Arabische Punkte

Auf Grundlage der Zahlensymbolik ermittelte sensitive Punkte, die sich aus dem Abstandsverhältnis verschiedener Planeten zueinander und zum Aszendenten ergeben. Der bekannteste darunter ist der Glückspunkt. Man ermittelt ihn für einen Menschen, der am Tag geboren ist (Sonnenstand über der Horizontlinie), indem man die Anzahl der Grade zwischen Sonne und Mond (in der Richtung des Tierkreises von Widder zu den Fischen) zum Aszendenten hinzuzählt. Bei einer Nachtgeburt (Sonnenstand unter der Horizontlinie) zählt man den Abstand von Mond zur Sonne zum Aszendenten hinzu.

Aspekte

Unter "Aspekten" versteht man definierte Winkelbeziehungen zwischen den Planeten im Horoskop. Aspekte können zwischen den Planeten, aber auch zwischen Planeten und Horoskopachsen (meist AC oder MC) bestehen.

Als bedeutsam gelten die Abstände, die aus der Teilung des Kreises (360°) durch die Zahlen 1 bis 10 entstehen. Als Hauptaspekte gelten die Teilungen durch die Zahlen 1, 2, 3, 4 und 6. Daraus bilden sich:
- die Konjunktion mit 0° Winkelabstand,
- die Opposition mit 180°,
- das Trigon mit 120°,
- das Quadrat mit 90°
und das Sextil mit 60°.

Nebenaspekte ergeben sich aus der Teilung des Kreises durch die Zahlen 5, 7, 8, 9 und 10 (Quintil 72°, Septil 51°, Oktil = Halbquadrat 45°, Nonil 40°, Dezil 36°).
Die Hauptaspekte werden zudem auch noch halbiert. Dadurch ergeben sich das Halbquadrat mit 45°, das Eineinhalbquadrat mit 135°, das Halbsextil mit 30°, sowie aus dem Abstand von 150° = Quincunx (von lateinisch quinque + uncia = fünf Zwölftel). In der heutigen Astrologie sind allerdings nur wenige dieser Nebenaspekte in Gebrauch. Dagegen wird der Tatsache, dass ein Planet unaspektiert ist vielfach Bedeutung beigemessen.

Die Untergliederung dieser Abstände in harmonische und disharmonische Aspekte , entspricht der Harmonielehre der Musik (Terz, Quarte, Quinte).
Die Hauptaspekte werden in der Horoskop-Zeichnung meist farbig dargestellt.
Die harmonischen Aspekte Trigon und Sextil werden blau gezeichnet, die Spannungsaspekte Opposition und Quadrat rot. Die farbliche Darstellung der Nebenaspekte ist uneinheitlich.

Eine Übersicht der gebräuchlichsten Aspekte, ihrer Farbdarstellung und Wirkungen finden Sie in folgender Tabelle:



siehe auch unter: Aspektfiguren

Aspektfiguren

Aspektfiguren werden hauptsächlich in der Astrologisch-Psychologischen-Astrologie von Bruno und Louise Huber angewandt.
Unter Aspektfiguren versteht man die Verbindung von drei oder mehr Planeten in definierten Aspekten. Jeder Aspektfigur wird eine definierte Bedeutung zugesprochen.



siehe auch unter: Aspekte



Link ins Internet: Tabelle der Aspektfiguren!

Chaldäische Reihe

Die Reihenfolge unserer Wochentage, die auf die Chaldäer zurückgeht, hat folgenden Hintergrund:

Man stellt die sieben klassischen Planeten in der Reihenfolge ihrer Geschwindigkeit (Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und Mond) an die Spitzen eines Siebensterns. Folgt man dann der einen Linie, mit der dieser Stern gezeichnet wird, erhält man die Reihenfolge unserer Wochentage, wie sie den Planeten zugeordnet sind:

Composit

(lateinisch: compositio = Zusammenstellung)
Das Composit-Horoskop ist eine Methode innerhalb der Partnerschaftsastrologie.

Dabei werden von zwei Horoskopen jeweils die Planeten und der Ascendent addiert und durch 2 geteilt. So ergibt sich eine neue rechnerische Planetenstellung, die so aber am Sternenhimmel nie stattgefunden hat. Aus dieser fiktiven Rechnung werden sodann Aussagen über die Art und Qualität einer Beziehung zwischen zwei Menschen erstellt.

Sinnvoller erscheint das "Combin-Horoskop".



siehe auch unter: Combin

Dekanat

Jedes Tierkreiszeichen umfaßt 30°. Man kann die Tierkreiszeichen wiederum in drei Teile teilen, und erhält so drei Unterabschnitte - die drei Dekanate von jeweils 10°.
Nach der gebräuchlichsten Methode wird jedem Dekanat ein Planet aus dem Elemententrigon zugeordnet.

Beispiel:
Unterteilt man das Zeichen Widder in die drei Dekanate, dann wird
das erste vom Planeten Mars,
das zweite vom Planeten Sonne,
das dritte vom Planeten Jupiter
beherrscht.

Deklination

(lateinisch: declinare = abbiegen)
Die Umlaufbahn der Planeten (Ekliptik) steht im Vergleich zum Äquator etwa 23 Grad schräg. Dadurch scheinen die Planeten, je nach Jahreszeit, höher oder niedriger zu stehen. Die Deklination ist das Maß der Abweichung, mit der sich ein Planet über den Äquator erhebt oder sich darunter bewegt.

Der Tierkreis

In der Geschichte nannte sich eine Vorstufe zum heutigen Tierkreis (von Widder bis Fische) »Weg des Mondes«. Dieser frühe Tierkreis hatte mal 27, mal 28 Zeichen, da der Mondzyklus auch unterschiedlich lang war. Vorformen dieses Mond-Tierkreises könnten bereits 4000 v. Chr. existiert haben.

Seit etwa dem 4. vorchristlichen Jahrhundert setzte sich der 12-teilige Tierkreis durch, der sich an der Sonnenbahn orientiert. Jedes Zeichen war auch damals bereits jeweils 30° groß. Der Tierkreis dient astronomischen und astrologischen Zwecken: mit ihm lassen sich die Planetenbewegungen erfassen und auch graphisch darstellen.

Direktionen

(lateinisch: dirigere = in eine bestimmte Richtung weisen)
Eine Prognosemethode, die schon seit der Antike bekannt ist. Im Laufe der Zeit haben sich aber einige zum Teil verwirrende Varianten herausgebildet. Man unterscheidet im wesentlichen:

Primärdirektionen
Sekundärdirektionen
Tertiärdirektionen
Symbolische Direktionen
Sonnenbogendirektionen

Dabei handelt es sich in allen Fällen um fiktive Bewegungen der Planeten und Horoskopachsen, ausgehend vom Geburtshoroskop. Aus dem Stand der dirigierten (vorgeschobenen oder progressiven) Planeten und Achsen im Verhältnis zum Grundhoroskop lassen sich die Prognosen herleiten. Das Gemeinsame aller Direktionsmethoden liegt in der Annahme, dass die Planeten der Geburtskonstellation gemäß dem Prinzip »Wie im Kleinen so im Großen« nach einem einheitlichen Zeittakt »weiterwandern«. Aber über Art und Größe des Zeittakts, dem sogenannten (Direktionsschlüssel) gehen die Meinungen und Methoden auseinander. Primär nennt man Bewegungen auf der Ekliptik, sekundär sind die Bewegungen, die auf die sich auf die Erdumdrehung beziehen (tertiäre auf den Mond).

Bei Primärdirektionen heißt die Formel deshalb 1 Grad = 1 Jahr
Bei Sekundärdirektionen heißt sie 1 Tag = 1 Jahr

Die Primärdirektionen für das 25. Lebensjahr ergeben sich damit, wenn man die Planetenstände ebenso wie die Achsen um 25 Grad weiterschiebt Die Sekundärdirektionen für das 25. Lebensjahr entnimmt man dagegen den Planetenständen des 25. Tages nach der Geburt. Einer der Hauptgründe für weitere Unterscheidungen liegt in der Differenz zwischen den 365 1/4 Tagen des Jahreslaufs und den 360° des Tierkreises.

Dispositor

(lateinisch: dispositio = Anordnung)
Mit Dispositor wird ein Planet unter folgender Voraussetzung bezeichnet:

Ein Planet ist Dispositor, wenn er einen anderen Planeten in sein Haus aufnimmt, sozusagen als Gast. Der Gast(Planet) kann im Hause seines Gastgebers nicht tun und lassen, was er will. Er ist vielmehr vom Hausherrscher abhängig.

Ein Beispiel mag das verdeutlichen:
Wenn die Sonne im Zeichen Krebs steht, dann ist der Mond der Dispositor der Sonne.
Wenn Mars im Zeichen Steinbock steht, dann ist Saturn der Dispositor des Mars.
usw.



siehe auch unter: Rezeption

Domizil

Der Begriff Domizil bedeutet, dass ein Planet in seinem eigenen Zeichen steht.

Die Sonne ist im Zeichen Löwe im Domizil, der Mond ist im Zeichen Krebs im Domizil, usw.

In der klassischen Astrologie heißt es, dass ein Planet im Domizil der Herrscher ist. Hier sitzt er sozusagen auf dem Thron, und ist von keinem anderen abhängig. Planeten in ihrem Domizil wirken sehr stark, oft zu stark. Eine neutrale Eigenschaft wird hier oft zur Übertreibung. Die Fülle Jupiters kann so zur Unmäßigkeit führen, oder das Selbstbewußtsein der Sonne zur Überheblichkeit.

Das "Exil" liegt dem Domizil gegenüber. Ein Planet im Exil befindet sich in einer seinem Wesen fremden Umgebung.



siehe auch unter: Herrscher

Eineinhalbquadrat (Anderthalbquadrat)

Das Eineinhalbquadrat bildet einen Winkel von 135°.

Dieser Aspekt verspricht Talente, die realisiert werden möchten. Er wirkt harmonisch, sofern die beiden Planeten in das gleiche Element fallen.



siehe auch unter: Aspekte

Ekliptik

Der Pfad, den die Sonne und die Planeten scheinbar innerhalb des Fixsternhimmels beschreiben, heißt Ekliptik.

Diese Bahn ist auch als Tierkreis oder Zodiak bekannt und wird durch die Tierkreiszeichen in zwölf Abschnitte gegliedert.
Dehnt man die Ekliptik zu beiden Seiten um etwa 8° aus, so beinhaltet dieses Band die Fixstern-Gruppen mit den Sternbildern, von denen die Tierkreiszeichen ihre Namen bekamen.

Die Ekliptik steht schräg zum Erdäquator, wodurch die Jahreszeiten entstehen, in denen die Planeten mal höher und mal niedriger stehen. Am auffallendsten ist diese Phänomen an der Sonne zu beobachten. Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres haben wir in unseren Breitengraden über 16 Tagesstunden und die Sonne erreicht eine Höhe von mehr als 63 Grad, während der 21. Dezember, der kürzeste Tag des Jahres nur 8 Tagesstunden hat, und der Höchststand der Sonne keine 17 Grad erreicht.

Die beiden Punkte, an denen die Sonnenumlaufbahn den Äquator kreuzt sind der Frühlings- und der Herbstanfang. Der Frühlingsanfang (21. März) ist gleichzeitig der Beginn des astrologischen Jahres. Die Sonne steht dann auf 0° im Zeichen Widder.Am 22. September ist Herbstanfang, die Sonne steht auf 0° im Zeichen Waage. An diesen beiden Tagen sind Tag und Nacht jeweils gleich lang sind.

Elektion

(lateinisch: eligere = auswählen)
Die astrologische Bestimmung eines günstigen Zeitpunkts für ein Vorhaben.

Elektion ist die Bezeichnung für die Wahl eines günstigen Zeitpunkts mit Hilfe des Horoskops.
So fallen beispielsweise Gründungshoroskope in den Aufgabenbereich der Elektionsastrologie.

Die Techniken, die angewandt werden, sind so verschieden, wie die Astrologischen Richtungen. Vielfach werden die Regeln der Stundenastrologie angewandt, manche verwenden nur die sogenannten alten Zeichenherrscher, also die Planetenreihe von Sonne bis Saturn.
Es spricht aber absolut nichts dagegen, auch die jüngeren Möglichkeiten wie die Planeten Uranus bis Pluto mit anzuwenden. Ebenso können Direktionen, rhythmische Auslösungen oder Planeten-Transite zur Wahl eines günstigen Zeitpunkts in die Überlegungen einbezogen werden.



siehe auch unter: Direktion

Ephemeriden

(griechisch = Tageblatt, Tagebuch)
Astronomisch berechnete Tabellen mit Planetenlaufbahnen, aus denen der tägliche Stand eines jeden Planeten aus geozentrischer Sicht entnommen werden kann.

Erhöhung / Fall


Sonne ist erhöht im Widder.
Mond ist erhöht im Stier.
Merkur ist erhöht in der Jungfrau (Wassermann ?).
Venus ist erhöht in den Fischen.
Mars ist erhöht im Steinbock.
Jupiter ist erhöht im Krebs.
Saturn ist erhöht in der Waage.
Uranus ist erhöht im Skorpion.
Neptun ist erhöht im Krebs.
Pluto ist erhöht im Löwen (?).

Die Planeten sind gegenüber des Zeichens der Erhöhung im "Fall".



siehe auch unter: Herrscher

Fixsterne

Fixsterne sind Sterne und Sternenkonstellationen, die sich im Unterschied zu den Planeten scheinbar nicht bewegen.
In der Astrologie sind sie hauptsächlich als Namensgeber der Sternzeichen bedeutsam. Sie werden jedoch auch mit den Graden des Tierkreises in Verbindung gebracht, auf deren Höhe sie stehen.

Gruppenschicksalspunkte

Mit "Gruppenschicksalspunkt" bezeichnet der Münchner Astrologe Wolfgang Döbereiner bestimmte Gradpunkte im Horoskopkreis.
Die Punkte wirken ähnlich wie definierte Planeten-Aspekte. So entspricht beispielsweise der Punkt von 4.5° Widder der Konstellation Mars - Neptun, oder 28° Krebs = Mars - Pluto. Liegen Planeten oder die Hauptachsen (Ac und Mc) auf einem dieser Punkte, erhalten Sie seine Färbung. Eine Liste der Punkte ist in den Astrologisch-Geographischen Karten von W. Döbereiner enthalten.



Link ins Internet: Münchner Rhythmenlehre

Halbsumme

Mit "Halbsumme" wird die rechnerische Mitte zwischen zwei Planeten oder anderen Punkten im Horoskop bezeichnet.

Halbsummen werden nur in manchen astrologischen Richtungen (vor allem Ebertin und Hamburger Schule) große Bedeutung beigemessen.

Man unterscheidet drei Arten von Halbsummen:

1. Die Halbsummen, bei denen ein Gestirn in der Mitte von zwei anderen steht.
2. Mehrere Halbsummen mit einer gemeinsamen Achse.
3. Ein Gestirn steht in einem 45°-, 90°- oder 135° Winkel zu einer Halbsumme.

Heliozentrisch

Mit Heliozentrisch wird die Sicht des Universums bezeichnet, die die Sonne als Mittelpunkt unseres Planetensystems annimmt.

Johannes Kepler

Johannes Kepler ist geboren am 27. Dezember 1571 (jul) in Weil der Stadt.
Seine Geburtszeit ist nicht sicher. Sie wird mit 13:31 MET und 15:05 MET angegeben.
Gestorben ist er am 15. November 1630 (greg) in Regensburg.

Kepler gilt, zusammen mit Newton und Galilei, als einer der bedeutensten Naturforscher der beginnenden Neuzeit und fand die bis heute gültigen sogenannten Keplerschen Gesetze der Planetenbewegung.

Kepler verteidigte das kopernikanische Weltbild, dem zufolge sich die Planeten um die Sonne drehen. Er entdeckte, dass sie diese in Ellipsen umrunden, und stellte die drei Gesetze der Planetenbewegung auf.
Um diese Leistungen zu würdigen, hat man einen Planeten, eine NASA-Mission und ein Weltraumteleskop nach ihm benannt. New York hat seine Kepler Avenue, Rom die Via Giovanni Keplero, Paris die Rue Kepler und Regensburg, seine letzte Station, die Keplerstraße.

Sein Werk liegt in fünfundzwanzig großformatigen Bänden vor und umfasst bahnbrechende Forschungsarbeiten zur Optik und Mathematik, sowie Schriften über Astrologie und Religion.

Er war in seiner Zeit aber nicht nur ein berühmter Astronom und Hofmathematicus, sondern auch einer der angesehendsten Astrologen. Nicht zuletzt durch die Hilfe Tycho Brahes berechnete er genauere Planetentafeln und gab der Aspektenlehre wichtige Impulse. Aus seiner Feder stammen einige der berühmtesten Horoskope im deutschen Sprachraum für Wallenstein und Kaiser Rudolf II.



Link ins Internet: Kepler-Gesellschaft

Konjunktion

Unter einer Konjunktion versteht man einen Aspekt (eine Winkelverbindung) zweier Planeten (allgemeiner: zweier Horoskoppunkte) im Abstand von 0°, das heißt, beide Planeten oder Punkte liegen am selben Ort im Radix.
Ein Aspekt kann grundsätzlich weder als gut noch als schlecht bewertet werden. Zwar gibt es Konjunktionen, die eher als "gut", und andere, die eher als "schlecht" bewertet werden. Grundsätzlich aber kämpfen schon beide Prinzipien an der selben Stelle um die Vorherrschaft, und bauen somit Spannungen auf, die mal mehr und mal weniger als störend im Leben empfunden werden. Die beiden Planetenkräfte wirken in die selbe Richtung, und so ist schon verständlich, dass z.B. eine Konjunktion von Sonne und Venus sich eher ergänzen, während z.B. Sonne und Saturn sich gegenseitig behindern.



siehe auch unter: Aspekte

Krebs

Die Sonne steht etwa vom 22. Juni bis 22. Juli im Tierkreiszeichen Krebs.

Krebsmenschen sind sehr sensibel, denn der Krebs ist ein Wasserzeichen und teilt sich der Umwelt über seine Gefühle mit. Darüberhinaus ist er ein feminines Zeichen, dem als Planeten der Mond zugeordnet ist, so dass er auch für das weibliche Potential im Menschen steht.

Kritische Grade

Mit "Kritische Grade" bezeichnet der Astrologe und Autor Michael Roscher bestimmte Gradpunkte im Horoskopkreis.
Vor allem der Bereich von Zeichenübergängen (29,5° - 0,5°) und auch die Zeichenmitten (14,5° - 15,5°) findet hier Beachtung. Michael Roscher hat daneben aber auch eine Vielzahl anderer Grade gefunden, die in ihrer Wirkung bestimmten Planetenverbindungen entsprechen.

Die "Kritischen Grade" sind nicht zu verwechseln mit den "Sabischen Symbolen" oder den "Gruppenschicksalspunkten" der Münchner Rhythmenlehre.



siehe auch unter: Gruppenschicksalspunkte

Medizin und Astrologie

Teilgebiet der Astrologie, das mit Hilfe des Horoskops Aussagen über Krankheitsdispositionen des Horoskopeigners macht und auf Grund der astrologischen Entsprechungslehre geeignete Therapieformen und insbesondere homöopathische Medikamente vorschlägt.

Menschheitshoroskop

Als Menschheitshoroskop wird die Konjunktion von Neptun und Pluto bezeichnet.

Es soll die Qualität unserer Zeit und der kommenden Jahrhunderte beschreiben, und zwar im Zusammenhang mit dem ca. 500-jährigen Neptun/Pluto-Zyklus.
Diese Konjunktion fand letztmals im Jahr 1892 statt. der zum letzten Mal 1892 seinen Anfang genommen hat.
Claude Weiß von Astrodata empfiehlt dazu als Zeitpunkt den 26. April 1892, 21 h 46' 34'' GMT. Dies ist die Zeit des Neumonds vor der Neptun/Pluto-Konjunktion, weil sich das Treffen dieser zwei langsamsten Planeten nur schwerlich seriös berechnen lässt.



Link ins Internet: Astrologie heute

Naibod-Schlüssel

Der Naibod-Schlüssel findet in der Technik der Primärdirektion Anwendung.

Bei der Primärdirektion handelt es sich um fiktive Bewegungen der Planeten und Horoskopachsen, ausgehend vom Geburtshoroskop. Sie wird zu Prognosezwecken eingesetzt.
Vereinfacht dargestellt werden bei der Primärdirektion alle Horoskopfaktoren, Planeten und Häuserspitzen, um 1° pro Lebensjahr vorgerückt. Durch diese Verschiebung der Planeten und Häuserspitzen entstehen Beziehungen bzw. Aspekte zwischen den dirigierten Punkten und dem Geburtshoroskop. Dieser vereinfachte Schlüssel wird auch Ptolemäus-Schlüssel genannt. Er kann sehr einfach angewandt werden.

Um diese Technik in die oberen Ligen komplizierter Berechnungsmethoden zu heben, kann man statt dem einfachen Schritt den 1° = 1 Jahr auch mit dem Naibod-Schlüssel rechnen.
Der Mathematiker und Astrologe Valentio Naibod (13.2.1523-1593) berechnete die tägliche mittlere Sonnenbewegung mit 0°59´8,33", und dies ist dann auch der Naibod-Schlüssel zur Berechnung der Primärdirektion. Seine Berechnung leitet sich aus der Drehbewegung der Erde ab.

Nessus

Nessus zählt wie Chiron und Pholus zu den Kleinplaneten.
Die Bahn von Nessus verläuft sehr elliptisch zwischen Saturn und Pluto. Sie schlägt zwischen den beiden Planeten eine Brücke. Nessus führt aus der geregelten Welt Saturns in plutonische Sphären.
Nessus Mythologie hat engen Bezug zu plutonischen Themen: aus Rache für die tödliche Verwundung seines Herzens durch Herakles' Giftpfeil verursacht er noch im Todeskampf durch eine gemeine List dem großen griechischen Helden später (sozusagen als Spätfolge) entsetzliche Schmerzen. Herakles merkt, dass sein Ende naht und opfert sich auf dem Scheiterhaufen. Dies führt schließlich zur Reinigung (vom irdischen Wahnsinn) und Himmelfahrt, Erlösung und Unsterblichkeit des Helden!
Neben Chiron und Pholos ist Nessos der dritte und letzte Kentaur, der mit einer tiefgründigen und berühmten Mythologie ausgestattet ist. Sie hat seit je her viele Künstler inspiriert.

Nessus ist neben den beiden vorher entdeckten Kentauren Chiron (1977) und Pholus (1992) der dritte benannte Kentaur. Bei den Kentauren handelt es sich um eine kleine Gruppe von derzeit sieben außergewöhnlichen Kleinplaneten: Sie sind weder herkömmliche Kometen, noch typische Asteroiden. Gleichzeitig besitzen sie teilweise Eigenschaften beider Klassen. Sie wandeln auf sehr unterschiedlichen und überwiegend besonders elliptischen Bahnen im äußeren Sonnensystem. Ihr Ursprung liegt höchstwahrscheinlich im Kuipergürtel jenseits der Neptun- und Plutobahn. Aus diesem wurden sie vor Jahrmillionen durch Neptun herausgerissen und in das Innere des Sonnensystems abgelenkt, wo sie dann im Lauf der Zeit die jetzigen Bahnen einnahmen. Sie berühren oder überkreuzen meistens die Bahnen der Hauptplaneten und haben dementsprechend lange Umlaufzeiten von 49 (Chiron), 92 (Pholus) und ca. 123 Jahren (Nessus).



siehe auch unter: Pholus

Opposition

Unter einer Opposition versteht man einen Aspekt (eine Winkelverbindung) zweier Planeten (allgemeiner: zweier Horoskop-Punkte) im Abstand von 180°, das heißt, beide Planeten oder Punkte stehen sich im Radix gegenüber.

Die Opposition zählt zu den Spannungsaspekten, und tatsächlich verhalten sich die zwei gegenüberliegenden Planeten wie CDU und SPD oder Dr. Doolittles "Ziehmich-Stoßdich".
Aus meiner Erfahrung ist es so, dass der sonnenfernere Planet den sonnennäheren stärker beeinflußt, als umgekehrt.
Beispiel:
Mond und Saturn bilden eine Opposition. Hier wird der Saturn eine stärkere Wirkung zeigen, als der Mond.



siehe auch unter: Aspekte

Orbis

(lateinisch = Kreis, Umkreis)
Orbis nennt man die Toleranz, mit der Aspekte (Winkelbeziehungen der Planeten untereinander) bezeichnet werden.
Es kommt nur sehr selten vor, dass zwei Planeten oder Punkte im Radix einen exakten Aspektwinkel zueinander bilden. Die Wirkung eines Aspektes wird nicht nur einem exakten Winkel zugeschrieben, sondern läßt eine Toleranzabweichung, den Orbis, zu. Die gebräuchlichste Abweichung beträgt 7° in beide Richtungen.
Ein Beispiel:
Eine Konjunktion von Sonne und Mond auf 15° Widder ist exakt. Die Konjunktion wirkt jedoch innerhalb der Orbis-Toleranz von 8° Widder bis 22° Widder.
Die Astrologen geben insgesamt unterschiedlich und leider uneinheitliche Orben an. Es wird mit Orben zwischen 0° und etwa 10° gearbeitet.

Allgemein gilt aber:
Je schneller sich ein Planet bewegt, desto größer kann der Orbis sein. Ein Aspekt zwischen Sonne und Mond kann so auf jeden Fall einen Orbis von 7° bis 10° haben, während ein Aspekt zwischen Neptun und Uranus mit einem Orbis von 3° bis 5° schon ausreichend bemessen ist.

Ein Sonderstellung ergibt sich aus Sicht von KernAstro.de in folgendem Fall:
Die Sonne steht auf 2° im Zeichen Widder, und Venus im Opposition (180°) auf 28° im Zeichen Jungfrau. Hier findet die Opposition in zwei Zeichen statt, die sich nicht gegenüber stehen, wie es die Opposition erfordert. Diese Opposition in nicht opponierenden Zeichen wirkt sehr schwach.



siehe auch unter: Aspekte

Partnerhoroskop

Das Partnerhoroskop dient dem Vergleich zweier Horoskope. Damit untersucht man, in welcher Beziehung zwei Menschen zueinander stehen, welche Hürden sie gemeinsam zu überwinden haben, und in welchen Bereichen sie harmonieren.

Es gibt verschiedene Arten des Partnerhoroskops:

1. Die Synastrie:
Bei der Synastrie werden beide Geburtshoroskope übereinander gelegt. Man untersucht, ob sich aus beiden Horoskop-Planeten Aspekte bilden, die dann Spannungen und Harmonien anzeigen.

2. Das Composit:
Das Composit ist ein neues Horoskop, das aus zwei anderen berechnet wird. Dabei werden die Planetenwerte und der Ascendent beider Horoskope jeweils addiert und durch 2 geteilt. Dies ergibt dann den neuen Planetenwert im Composit-Horoskop. Das Composit ist ein rein fiktives Horoskop, das in aller Regel am Himmel nicht erscheint.

3. Das Combine:
Das Combine wird auch »Horoskop der Zeitmitte« genannt. Hierbei wird die zeitliche Mitte zweier Geburtshoroskope ermittelt, ebenso auch die örtliche Mitte. Aus diesen Mitteldaten wird ein neues Partnerhoroskop errechnet.

4. Partnerhoroskop nach W. Döbereiner:
Wolfgang Döbereiner (Münchner Rhythmenlehre) nimmt zwei Geburtshoroskope und legt die Ascendenten aufeinander. Er untersucht, ob sich Planeten beider Horoskope in den selben Häusern befinden, und zieht dies zur Betrachtung von Partnerschaften heran.



siehe auch unter: Composit

Personare

Mit "Personare" wird eine astrologische Methode bezeichent, die von Peter Orban und Ingrid Zinnel entwickelt wurde.

Technisch wird ein "Personar" so berechnet, dass man ein Horoskop erstellt, an dem die Sonne erstmals den exakten Radixstand eines Planeten erreicht.

Beispiel:
In einem Radix steht der Mars auf 14°12'35'' im Zeichen Zwillinge. Man errechnet nun ein Horoskop, an dem die Sonne erstmals vom Zeitpunkt der Geburt aus gerechnet exakt diesen Stand erreicht. Dieses neue Horoskop veranschaulicht nun die "Person Mars" im Grundhoroskop.



Link ins Internet: Symbolon

Planeten

Das Wort "Planet" kommt aus dem griechischen und bedeutet "Wanderer". Die Planeten unterscheiden sich dadurch von den Fixsternen, die an einem festen Ort am Himmel stehen, während die Planeten ihre Bahn zwischen den Fixsternen ziehen.
Planeten sind also die beweglichen Elemente am Himmel, und wurden wohl auch deshalb zu den grundlegenden Elementen der Astrologie. Sie geben ein Abbild des Fortschreitens im Horoskop wieder.

Bis zur Erfindung des Teleskopes waren nur die sieben klassischen Planeten bekannt. Diese sind:
Sonne und Mond (diese sind zwar keine Planeten - die Sonne ist ein Fixstern, der Mond ein Erdtrabant - bewegen sich aber aus geozentrischer Sicht, also von der Erde aus betrachtet, um uns herum).
Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.

In neuerer Zeit wurden weitere Planeten entdeckt, und in die astrologische Deutung mit einbezogen. Auch unter den neueren Planeten tummeln sich ein paar Kleinplaneten oder Asteroiden. Cheiron z.B. wird als Kleinplanet oder Asteroid klassifiziert.
Die wichtigsten der neuentdeckten Planeten aber sind:
Uranus, Neptun und Pluto.

Cheiron, Nessus und Pholus (Kentauren) zählen zu den jüngsten Entdeckungen, ihre Deutung steckt noch in den Anfängen.

In der ersten Hälfte des 20. Jh. fand Vesta ihren Weg in die astrologische Deutung. Da sie aber nicht weiter beachtet wurde, verschwand sie nach kurzer Zeit wieder aus dem Blickfeld der Astrologen. Dabei wäre Vesta wohl interessanter als z.B. die Kentauren, da sie ein Teil der Bruchstücke eines vermuteten Planeten zwischen der Bahn von Mars und Jupiter ist.

Planetenzuordnungen

Planet:Sonne
Zahl:6
Wochentag:Sonntag
Metall:Gold
Farbe:Gold, Gelb
Edelstein:Sonnenstein (nicht zu verwechseln mit Goldfluß), Topas, Heliotrop
Duft:Olibanum, Zimt, Weihrauch, herrliche Düfte
Pflanze:Weinrebe, Akazie, Lorbeer
Kabbala:Tiphereth

Mond
Planet:Mond
Zahl:9
Wochentag:Montag
Metall:Silber
Farbe:Weiß, Silber
Edelstein:Mondstein, Perle, Kristall, Quarz
Duft:Ginseng, Jasmin, alle süßen, jungfräulichen Düfte
Pflanze:Damiana, Mandragora, Mandel, Alraune
Kabbala:Jesod
Eigenschaften:Gefühlsleben, Medialität, Passivität, Träume, körperliche und seelische Automatismen, Hellsicht, die Körpersäfte, Sinnlichkeit und Fruchtbarkeit, das Weibliche

Mars
Planet:Mars
Zahl:5
Wochentag:Dienstag
Metall:Eisen
Farbe:Rot
Edelstein:Rubin
Duft:Drachenblut, Pfeffer, Tabak, heiße, stechende Düfte
Pflanze:Eiche, Brennessel, Brechnuß
Kabbala:Geburah
Eigenschaften:Mut, Lebenskraft, Kampfeswille und Aggression, Lust und Energie Sonne - Selbstbewußtsein, Stolz, Kraft, Beliebtheit, Herrschaft, Königtum, Glanz, Herzensbewußtsein, Ego, das Männliche

Merkur
Planet: Merkur
Zahl: 8
Wochentag: Mittwoch
Metall: Messing, Quecksilber
Farbe: Orange, Gelb
Edelstein: Achat, (Feuer-) Opal
Duft: Storax, Mastix, flüchtige, luftige Düfte
Pflanze: Moly, Salbei, Peyote
Kabbala: Hod
Eigenschaften: Kommunikation, Intellekt, Sprache, Schrift, Handel, Magie, Wissenschaft und Vernunft

Jupiter
Planet: Jupiter
Zahl: 4
Wochentag: Donnerstag
Metall: Zinn
Farbe: Blau, Königsblau
Edelstein: Amethyst, Saphir
Duft: Zinnkraut, Safran, Zeder, großzügige Düfte
Pflanze: Olive, Schamrock (Kl. Goldklee)
Kabbala: Chesed
Eigenschaften: Glück, Wohlstand, Geld, Zufriedenheit, Expansion, Gutmütigkeit, Gnade, Religion, Hilfe

Venus
Planet: Venus
Zahl: 7
Wochentag: Freitag
Metall: Kupfer
Farbe: Grün
Edelstein: Smaragd, Türkis
Duft: Benzoe, Rose, Myrthe, alle sanften, lüsternen Düfte
Pflanze: Rose, Myrthe, Klee
Kabbala: Netzach
Eigenschaften: Liebe, Kunst, Schönheit, Harmonie, Musik, Ästhetik, das Drüsensystem, die Sexualorgane

Saturn
Planet: Saturn
Zahl: 3
Wochentag: Samstag
Metall: Blei
Farbe: Schwarz, Braun
Edelstein: Onyx, Saphir
Duft: Myrrhe, Asant, Skammonia, Zibet, Indigo, üble Düfte
Pflanze: Eibe, Mohnblume, Zypresse, Nachtschattengewächse
Kabbala: Binah
Eigenschaften: Hohe Oktave: Konzentration, Innenschau, Vertiefung, Ruhe, Zurückgezogenheit;
Untere Oktave: Hemmung, Verhärtung, Einsamkeit, Grausamkeit

Erde
Planet: Erde
Zahl: 10
Metall: Stein, Glimmer
Edelstein: Bergkristall
Duft: Kretischer Diptam
Pflanze: Lilie, Efeu
Kabbala: Malkuth
Eigenschaften: Festigkeit, das Große Ying, Ordnung, Sicherheit, Schutz, Beruhigung, Starrsein, Dunkelheit, Keimung, Magna Mater

Uranus
Planet: Uranus
Farbe: Hellgrün
Pflanze: Akelei, Immergrün, Natternkopf, Wahrsagesalbei
Eigenschaften: Moderne Kommunikation, Technologie, alle Gedankensysteme und Dogmen, Innovation aber auch Kontrolle, Hierachie, plötzliche Ereignisse, Industrialisierung, Geheimwissenschaften und die Astrologie

Neptun
Planet: Neptun
Farbe: Hellblau
Pflanze: Schlafmohn, Bilsenkraut, Teichrose
Eigenschaften: Auflösung, Nächstenliebe, Sensitive und Hellseher, das Unklare und Nebelhafte, das Unterbewußtsein, Magnetismus, Nachttiere

Pluto
Planet: Pluto
Farbe: Schwarz und Weiß
Pflanze: Lebensbaum, Zypresse, Eibe, Bilsenkraut
Eigenschaften: Vielgestaltigkeit, Umwandlung, Masken, Bizarres, Loslösung und Abgetrenntheit, psychische Macht, Psychometrie, kosmisches Bewußtsein

Pluto

Am 18. Februar 1930 um 16:00 Uhr in Flagstaff(USA, Arizona) wurde der Planet Pluto entdeckt.

Schon 1935 ordnete der Astrologe Brunhübner Pluto dem Tierkreiszeichen Skorpion zu.

Am 24.08.2006 wurde auf der Tagung in Prag der »International Astronomical Union« beschlossen, dass Pluto nicht mehr zu den Planeten zählt. Er fällt in die Gruppe der Zwergplaneten. Diesen wird z.B. auch Charon zugeordnet, der ähnlich unserem Mond den Pluto umkreist. Allerdings weist Charon zweidrittel Größe von Pluto auf, so dass diese beiden auch als Doppelplanetensystem bezeichnet werden. Zwei weitere Zwergplaneten sind Ceres (zwischen Mars und Jupiter) und Xena (2003 UB 313; jenseits von Pluto).



siehe auch unter: Planeten

Präzession

Mit Präzession wird das langsame Vorrücken des Fixsternhimmels durch die Bewegung der Erdachse bezeichnet. Dadurch wandern die Sternbilder, die den Tierkreiszeichen die Namen gaben, alle 72 Jahre um 1 Grad weiter. Demzufolge ist der Sternenhimmel nach 2160 Jahren um die Länge eines Sternzeichens (30°) vorgerückt, womit die Astrologie den Anbruch eines neuen Zeitalters, eines neuen Weltenmonats verbindet. Nach Ablauf eines »Platonischen Jahrs« - das sind etwa 25850 Jahre - ist der Fixsternhimmel wieder soweit vorgerückt, dass Sternzeichen und Sternbilder »hintereinander« stehen.

In dieser langsamen Verschiebung liegt eines der Hauptargumente der Gegner der Astrologie, die gern darauf hinweisen, dass heutige Astrologen Planeten noch immer in Sternbildern vermuten, in denen sie nachweislich schon seit Jahrhunderten nicht mehr stehen. Diesem Argument liegt aber ein wesentlicher Irrtum zugrunde. Die Astrologie befaßt sich nicht mit Sternbildern sondern mit den 12 gleich großen Streckenabschnitten auf der Sonnenumlaufbahn, die man Tierkreiszeichen nennt, die als solche aber nicht zu sehen sind. Die am Fixsternhimmel sichtbaren Sternbilder dienten vor Jahrtausenden nur als Namensgeber für die Streckenabschnitte, hinter denen sie damals standen. Daher hat die Präzession für die Erstellung und Deutung von Horoskopen keine Bedeutung.



Link ins Internet: Über den Irrtun mit dem Wassermann-Zeitalter

Prutenische Tafeln

Die Preußischen oder Prutenischen Tafeln der Himmelsbewegungen (Prutenicae Tabulae Coelestium Motuum) sind astronomische Tafeln zur Berechnung der Standorte von Sonne, Mond und den Planeten. Die Prutenischen Tafeln lösten die bisher verwendeten Alfonsinischen Tafeln ab, deren vorhergesagte Daten zunehmend von der Realität abwichen.

Sie wurden von Erasmus Reinhold im Jahre 1551 angefertigt. Er bezog sich auch auf die Arbeiten von Nikolaus Kopernikus während er eine große Anzahl von Sternen identifizierte und beschrieb. Die höhere Genauigkeit der Prutenischen Tafeln ist allerdings nicht auf das verwendete Kopernikanische System zurückzuführen, sondern in erster Linie auf die Aktualität der verwendeten Ausgangsdaten.



Link ins Internet: Wikipedia

Ptolemäus

Claudius Ptolemäus lebte ca. um 100 bis 178 nach Christus.
Er war Astronom, Geograph, Kartograph und Astrologe. Er lebte in der griechischen Kolonie Alexandria in Ägypten, wo er alles damals verfügbare Wissen über die Sterne aus babylonischen, griechischen und ägyptischen Schriften zusammen trug.

Neben anderem schuf er das nach ihm benannte Ptolemäische Weltbild mit der Erde als festem Mittelpunkt, die von den Planeten und der Sonne auf mathematisch vollkommenen Bahnen umkreist wird. Es war bis ins 17. Jh. anerkannt und wurde dann erst langsam vom Kopernikanischen Weltbild abgelöst. Wenn die Erde sich drehte, "würde den Vögeln die Sitzstange weggerissen" bemerkte er.

Er sammelte seine Erkenntnisse in vier Büchern, den Tetrabiblos, die seit jener Zeit als Standardwerk in der Astrologie gelten.
Das "Tetrabiblos" (Vierbuch) ist vermutlich das einflussreichste Buch in der Geschichte der Astrologie. Von den Zeitgenossen über die Araber bis in die Renaissance war es Grundlage der Astrologie: Oft gelesen, übersetzt und abgeschrieben.

Ohne die Hilfe eines Fernrohrs katalogisierte er 1028 verschiedene Sterne (verglichen mit den rund 840 in Hipparchus' älterem Verzeichnis). Sein "Almagest" genanntes astronomisches Hauptwerk war bis ins Mittelalter Grundlage der Astronomie - die damals allerdings noch gar keine eigenständige Wissenschaft war, sondern lediglich eine "Magd der Astrologie".

Quadrat

Unter einem Quadrat versteht man einen Aspekt (eine Winkelverbindung) zweier Planeten (allgemeiner: zweier Horoskop-Punkte) im Abstand von 90° zueinander.

Das Quadrat zählt zu den Spannungsaspekten, und gilt hier als der schwierigste Aspekt überhaupt. Das Quadrat entspricht einem rechten Winkel, und sieht man sich rechte Winkel im Alltag an, so hat hier stets eine Seite die Last der anderen Seite zu tragen.

Durch diese Spannung erwachsen im Menschen aber auch enorme Kräfte, denn schließlich muss man ja dagegenhalten, um nicht abzubrechen. Das Quadrat ist demnach ein Aspekt, der viele Probleme bereitet, aber auch Kraftreserven aktiviert. Ein Adrenalin-Aspekt.



siehe auch unter: Aspekte

Rezeption

Zwei Planeten stehen in Rezeption, wenn beide sich im Haus des jeweils anderen aufhalten.

Beispiel:
Wenn Jupiter im Zeichen Widder steht, und Mars gleichzeitig im Zeichen Schütze, dann spricht man von einer Rezeption.



siehe auch unter: Dispositor

Rhythmen

Das Horoskop besteht aus den 12 Häusern. Nun kann man vom Ascendenten aus gerechnet in unterschiedlichen Rhythmen das Horoskop durchlaufen. Die gebräuchlichsten Rhythmen sind 7 Jahre (vornehmlich bei W. Döbereiner u.a.) und 6 Jahre (Huber-Schule, Schweiz).
Der Ascendent bildet damit den Geburtsmoment = 0 Jahre. Geht man zur Häuserspitze des 2. Hauses, gelangt man zum Zeitpunkt von 7 bzw. 6 Jahren usw.
So kann man am Horoskop ablesen, wann man den Planeten begegnet, und in welchem Lebensalter diese höchste Wirksamkeit erlangen.

Neben den genannten Rhythmen von 6 und 7 Jahren kommen auch zahlreiche andere zur Anwendung, wobei jeder Rhythmus eine eigen Bedeutung hat.



siehe auch unter: Alterspunkt

Sekundärdirektionen (Tagdirektion)

Diese Methode basiert auf dem Sonnenlauf und setzt 1 Tag mit 1 Jahr gleich. Um die Direktionen für ein bestimmtes Lebensjahr zu erhalten, zählt man die Anzahl der Tage, die der Zahl der Jahre entspricht, zum Geburtszeitpunkt hinzu. Die so ermittelten Konstellationen zeigen den Stand der Direktionen. Die Sekundärdirektionen für das 10. Lebensjahr ergeben sich somit aus den Planetenständen 240 Stunden nach der Geburt.

Im Unterschied zu den Primärdirektionen werden bei dieser Methode alle Planeten in ihrer eigenen Geschwindigkeit vorgeschoben, mit der Folge, dass sich aus den langsam laufenden Planeten keinen nennenswerten Konstellationen ergeben. Selbst bei einen 100jährigen Leben wird sich Pluto (100 Tage nach der Geburt) nur unwesentlich von seiner Radixposition entfernt haben.

Für das Vorrücken der Horoskopachsen gibt es zwei unterschiedliche Methoden.

1. Sekundärdirektionen mit sekundären Achsen
Die Achsen folgen dem Lauf der Sonne und wandern damit um etwa 1 Grad pro Lebensjahr voran.

2. Sekundäre Progression mit primären Achsen
Die Bewegung der primären Achsen basiert auf der Eigendrehung der Erde und geht damit pro Lebensjahr um etwa 361 Grad voran.

Ebenso gibt es für den Direktionsschlüssel zwei Methoden. Entweder rücken die Achsen pro Lebensjahr um die effektive Sonnenbewegung des entsprechenden Tages voran, oder um 0° 59' 8" (der durchschnittlichen Sonnenbewegung, dem sogenannten Naibod- Schlüssel.



siehe auch unter: Direktionen

Sextil

Das Sextil bildet einen Winkel von 60°.

Es verbindet stets zwei Planeten der gleichen Polarität, und wird deshalb als harmonisch betrachtet. Sextile sollen Hemmungen abbauen können.



siehe auch unter: Aspekte

Skorpion

Die Sonne steht etwa vom 23. Oktober bis 22. November im Tierkreiszeichen Skorpion.

Der Skorpion ist ein festes Wasserzeichen, dem die Planeten Pluto und Mars zugeordnet werden. Das bedeutet viel Energie, die sich auch ganz plötzlich äußern kann. Die Motivationen hinter den Handlungen von Skorpion-Menschen sind aufgrund der Wasserqualität meist gefühlsmäßiger Natur, weswegen Sie auch nur schwer einzuschätzen sind.

Spiegelpunkt (Antiszien)

Spiegelpunkte dienen der Berechnung von Aspekten.
Dabei wird ein Planet über die Achse von 0° Widder oder 0° Krebs gespiegelt. Bildet der Planet von seinem gespiegelten Ort aus einen Aspekt zu einem anderen Planeten, der seinerseits nicht gespiegelt wurde, so spricht man von einem Spiegelpunkt-Aspekt.



siehe auch unter: Aspekte

Steinbock

Die Sonne steht etwa vom 21. Dezember bis 19. Januar im Tierkreiszeichen Steinbock.

Das Zeichen des Steinbocks wird vom Planeten Saturn regiert, weswegen Sie ein eher ernsthafter Charakter sind, der seinen Verpflichtungen mit großer Sorgfalt nachgeht. Sie zögern nicht, die Verantwortung für sich und andere auf sich zu nehmen und dafür auch hart zu arbeiten. Ihre Ziele haben Sie klar definiert, und obwohl Sie sehr ehrgeizig sind, werden Sie auf die Realisierbarkeit Ihrer Pläne achten. Da der Steinbock ein Erdzeichen ist, werden Sie Ihr Leben konkreten Aufgaben widmen und gewissenhaft an die Erfüllung Ihrer Pflichten gehen. Dabei scheuen Sie sich auch nicht, in die Öffentlichkeit zu treten und in einem größeren Rahmen zu wirken. Sie können effektiv organisieren und auch als Vorbild dienen, wenn es um Ausdauer und Verläßlichkeit geht. Vielleicht interessieren Sie sich ja für die Politik und werden auf diesem Gebiet aktiv, die richtige Energie dafür hätten Sie in jedem Fall. Sie wollen Karriere machen und Ansehen erreichen, und da Sie ein wahres Wunder an Selbstdisziplin sein können, werden Sie wohl auch Erfolg haben. Auch Ihre Verbindungen und Kontakte können Ihnen sehr nützlich sein.

Trigon

Unter einem Trigon versteht man einen Aspekt (eine Winkelverbindung) zweier Planeten im Abstand von 120°.

Das Trigon zählt zu den harmonischen Aspekten, oft wird es als der versöhnlichste Aspekt überhaupt beschrieben. Trigone weisen auf ein Nebeneinander der Aspekt-Planeten hin, ein Nebeneinander das sich einfach nicht stört. Dagegen wird es aber vielfach auch als Trägheits- oder Faulheits-Aspekt bezeichnet, da ohne Reibung keine Spannung entsteht.

Stehen drei Planeten jeweils im Winkel von 120° zueinander, nennt man die Aspektfigur ein "Großes Trigon".



siehe auch unter: Aspekte

Umlaufzeiten

Umlaufzeiten der Planeten um die Sonne:

Erde: 365 Tage, 6 Stunden
Mond: 27 Tage, 7 Stunden, 43 Minuten
Merkur: 87 Tage, 23 Stunden
Venus: 325 Tage
Mars: 686 Tage, 22 Stunden
Jupiter: 11 Jahre, 315 Tage
Saturn: 29 Jahre, 7 Monate
Uranus: 84 Jahre, 3 Monate
Neptun: 164 Jahre, 9 Monate
Pluto: 248 Jahre, 6 Monate
Mondknoten: 18 Jahre, 7 Monate, 9 Tage

Chiron: schwankt zwischen 49 und 51 Jahren
Ceres: 4 Jahre, 7 Monate
Pallas: 4 Jahre, 7 Monate
Juno: 4 Jahre, 3 Monate
Vesta: 3 Jahre, 9 Monate

Vesta

Der Planetoid "Vesta" wurde am 29. März 1807 von Heinrich Olbers entdeckt. Olbers gab Vesta auch den Namen.
Vesta gehört zum Planetoidengürtel, der sich zwischen Mars und Jupiter bewegt. Interessant ist, dass bereits Johannes Kepler darauf hinwies, dass zwischen Mars und Jupiter ein Planet sich befinden müßte, und heute wird gemutmaßt, dass es diesen Planeten auch tatsächlich einmal gab. Dieser Planet soll zersprungen sein, und übrig blieben die Planetoiden in diesem Bereich. Die bekanntesten darunter sind: Ceres, Pallas, Juno und Vesta.
Vesta hat eine Umlaufzeit um die Sonne von 1325,6 Tagen.
Vesta erhielt unter diesen Planetoiden erhöhte Aufmerksamkeit, weil Ihre Helligkeit von allen am größten ist. Sie kann unter günstigen Bedingungen zeitweise mit bloßem Auge am Himmel gesehen werden.

Der Astrologe Parm veröffentlichte im Jahr 1973 seine Beobachtungen zu Vesta. Er schreibt:
"Vesta symbolisiert die Wohnung des Menschen und ihr spezifisches Milieu.
Es ist eine Frage seelischer Voraussetzungen und sozialer Beziehungen, inwieweit dies auch auf anderen Gebieten des Lebens zur Auswirkung kommt. Die Wechselwirkung zwischen dem Häuslichkeits- und Aktionsraum des Menschen und den Folgen auf allen Lebensgebieten, auch des Geistes, ist stark und intensiv."

Wassermann

Die Sonne steht etwa vom 20. Januar bis 18. Februar im Tierkreiszeichen Wassermann.

Menschen, die im Zeichen des Wassermanns geboren sind, betätigen sich als Erneuerer, das heißt sie durchbrechen die veralteten Strukturen unserer Gesellschaft und sind Wegbereiter für ein besseres und freieres Leben in einer humaneren Gesellschaft.
Freundschaft und Zusammenhalt sind sehr wichtig für Sie, was auf die Zuordnung des Planeten Uranus zum Zeichen Wassermann zurückzuführen ist. Ihre Freunde und Freundinnen können sich Ihrer Solidarität sicher sein, denn der Planet Uranus bringt unter anderem Menschenfreundlichkeit und humanitäres Gedankengut hervor.

Zwillinge

Die Sonne steht etwa vom 22. Mai bis 21. Juni im Tierkreiszeichen Zwillinge.

Das Zeichen des beweglichen Zwillings wird vom Planeten Merkur beherrscht und dem Element Luft zugeordnet. Sie zeichnen sich durch Ihre Kommunikationsfreudigkeit aus und besitzen einen wendigen Geist. Der Kontakt zu anderen Menschen ist sehr wichtig für Sie, und Sie lieben es einfach, sich gewählt auszudrücken und ein gutes Gespräch zu führen. Außerdem informieren Sie sich gerne über das Tagesgeschehen, um Ihr Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Der Bereich der Medien fasziniert Sie, und vielleicht finden Sie ja auch dort eine berufliche Zukunft. Es fällt Ihnen leicht, sich mit Informationen aller Art zu beschäftigen und auch darüber zu reflektieren.